ThingsBoard wechselt zur BUSL-Lizenz

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Was bedeutet das für deine Installation?

Mit ThingsBoard 4.4 ändert sich das Lizenzmodell grundlegend: Community Edition und Professional Edition werden zusammengeführt. Künftig steht die Plattform unter der Business Source License 1.1 (BUSL). Für Unternehmen, die ThingsBoard bereits produktiv einsetzen oder einen Wechsel auf Version 4.4 planen, ergeben sich daraus neue Rahmenbedingungen bei Gerätezahl, Produktionsinstanzen, Clustern und Branding. 

In unserem kostenlosen Online-Webinar erläutern wir, was der Lizenzwechsel konkret für bestehende und zukünftige ThingsBoard-Installationen bedeutet. Du erfährst, wann die Free License ausreicht, in welchen Fällen eine kommerzielle Lizenz erforderlich wird und welche Möglichkeiten bestehende CE-Nutzer mit dem Community Grant Program haben. 

Wir liefern im Webinar Antworten auf folgende Fragen

  • Was ändert sich mit ThingsBoard 4.4?
  • Welche Grenzen gelten für Devices, Produktionsinstanzen und Branding? 
  • Wann wird eine kommerzielle Lizenz erforderlich?
  • Welche Anpassungen bleiben frei und was ist lizenzpflichtig?
  • Welche Optionen haben Unternehmen, die heute ThingsBoard 4.3 oder älter einsetzen?
  • Was wird abgesichert und welche Fristen musst du beachten? 

Besonders relevant ist das Webinar für bestehende ThingsBoard-CE-Nutzer: Version 4.3 bleibt zwar dauerhaft unter Apache 2.0, erhält laut den vorliegenden Informationen jedoch nur bis zum 20. Juli 2027 Security Updates. Für den Community Grant gilt ebenfalls eine Registrierungsfrist bis zum 20. Juli 2027. 

Alle Infos zum Wechsel zur BUSL-Lizenz findet ihr hier!

Unsere Referenten

ThingsBoard Experte
Michael Deuchert
Head of Professional Services
it-novum
alex doan thingsboard
Alex Doan
VP Sales & Marketing
ThingsBoard Inc.

Über it-novum

Als Konzerntochter der Allgeier SE mit 2.600 Mitarbeitern an weltweit 46 Standorten implementiert it-novum als führendes Business Open Source-Beratungsunternehmen kundenindividuelle Lösungen für Datenintegration, Data Analytics und IoT – z.B. für Bundespolizei, Wiener Wohnen, Deutsche See. Dazu nutzen wir führende Technologien, wie von Pentaho, ThingsBoard, DataHub oder Redpanda. 

Über ThingsBoard

ThingsBoard ist eine hoch skalierbare Open Source IoT-Plattform für das Device Management, der IoT Datensammlung und -verarbeitung sowie der Datenvisualisierung mittels individueller Real-Time Dashboards. Mittels der IoT Rule Engine lassen sich umfassende Abhängigkeitsszenarien für alle individuellen Use Cases erstellen und mit der Multitenancy Unterstützung bietet ThingsBoard Mandantenfähigkeit out-of-the-box.

Häufig gestellte Fragen

Für Kunden mit Professional Edition oder On-Premise Perpetual Lizenzen ändert sich an den bestehenden Vereinbarungen, Preisen und Lizenzen nichts. Sie behalten alle gebuchten Funktionalitäten, White Labeling sowie Support. Sie profitieren zusätzlich davon, dass ab Version 4.4 der gesamte Quellcode der PE-Features (z. B. Integrations, RBAC, Reporting) einsehbar und quelloffen vorliegt. Das vereinfacht Fehleranalysen und Anpassungen im eigenen Scope.

Ja. Sämtliche Standard-System-Widgets, die mit ThingsBoard ausgeliefert werden, stehen allen Nutzern nach der Freigabe der Version 4.4 vollständig quelloffen und ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Ja, Entwicklungs-Lizenzen (Development Licenses) werden von ThingsBoard kostenfrei bereitgestellt. Diese beinhalten keine Limitierung der Geräteanzahl oder der Instanzen und eignen sich für Inhouse-Entwicklungen, Performance- und Stresstests. Die einzige Einschränkung bei Entwicklungs-Lizenzen ist ein eingeblendetes Wasserzeichen.

Ab Version 4.4 benötigt jede Instanz einen registrierten Lizenz-Schlüssel und muss sich zyklisch mit dem ThingsBoard-Lizenzserver verbinden. Schlägt dieser Abgleich über mehr als 48 Stunden fehl, schaltet sich das System ab. Für isolierte Umgebungen ohne Internetverbindung gibt es zwei Lösungen:

1. Registrierung für das Community Grant Program (für Bestandssysteme vor dem 29.09.): Nutzer erhalten einen speziellen Lizenz-Schlüssel bzw. eine Datei, die vollständig offline-fähig ist.

2. Einsatz einer kostenpflichtigen Professional Perpetual Lizenz mit integrierter Offline-Unterstützung.

Die Unterscheidung richtet sich nach der finanziellen Gewinnerzielungsabsicht der Anwendung:

— Kommerzielle Nutzung: Wenn Dienste oder Apps gegen Gebühr, Abonnements oder zur finanziellen Gewinnerzielung angeboten werden. Hier gilt eine Freigrenze von maximal 100 Geräten für exakt eine Produktionsinstanz (ohne White Labeling).

— Nicht-kommerzielle Nutzung: Bei gebührenfreien öffentlichen Diensten (z. B. kostenloses Parkplatz-Monitoring einer Kommune für Bürger), Bildungszwecken, privaten Projekten oder Non-Profit-Organisationen liegt das kostenfreie Limit bei 1.000 Geräten.

Der Prozess verläuft wie folgt:

1. Aktualisierung der ThingsBoard-Instanz auf eine unterstützte Version.
2. Ausführen des speziellen ‚Community Grant‘-Widgets auf der Plattform.
3. Das Widget führt eine automatische Datenbank-Prüfung (‚Assessment‘) durch. Dabei wird verifiziert, wann die Instanz und die Geräte angelegt wurden, um nachträglichen Missbrauch auszuschließen.
4. Nach erfolgreicher automatischer Prüfung wird die Community-Grant-Lizenz automatisch ausgestellt. Bei Auffälligkeiten erfolgt eine individuelle Überprüfung durch ThingsBoard.

Leistung des Grants: Unbefristete und kostenfreie Nutzung der bisherigen Geräteanzahl (+ 10 % Reserve) sowie Zugriff auf ausgewählte Enterprise-Sicherheitsfeatures (z. B. SSO, Role- Based Access Control, Secret Storage).

Ein Weiterbetrieb ist zwar technisch möglich, jedoch läuft der LTS-Support für die Version 4.3 am 20. Juli 2027 ab (für Version 4.2 bereits am 15. Februar). Nach Ablauf dieses Zeitraums werden keine Sicherheitsupdates oder Patches mehr bereitgestellt, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Zudem erhält die Altversion keine neuen Plattform-Features. Es wird empfohlen, vor Ablauf der Frist am Community Grant Program teilzunehmen oder auf eine Professional-Lizenz zu wechseln.

Nein. Das Community Grant Program richtet sich exklusiv an Betreiber von Community- Edition-Instanzen, die ihr bisheriges System kostenfrei und mit erweiterten Sicherheitsfunktionen weiterbetreiben möchten. Für Professional Edition Kunden gelten unverändert die bestehenden Lizenzverträge. Christopher