IoT: die smarte Stadtwerke-Revolution Vol. 2

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Zukunft gestalten, Effizienz steigern: IoT-Lösungen für Versorger

Nach der positiven Resonanz im vergangenen Jahr führen wir unsere Veranstaltungsreihe fort: Auch dieses Mal laden wir IT- und Datenverantwortliche aus Stadtwerken und Versorgungsunternehmen ein, gemeinsam die Chancen moderner IoT-Technologien zu entdecken.

Im Mittelpunkt standen konkrete Anwendungsfälle, die zeigten, wie sich Effizienz, Nachhaltigkeit und Sicherheit durch smarte Lösungen steigern lassen. Expertenvorträge und Praxisberichte veranschaulichen, wie digitale Infrastruktur Schritt für Schritt zukunftsfähig gemacht wird – von der intelligenten Vernetzung über automatisierte Abläufe bis hin zu innovativen Services für Bürgerinnen und Bürger.

Thomas Reuter
Thomas ReuterLeiter Smart Grids
Ich konnte viele konkrete Ideen mitnehmen. Besonders interessant waren die Praxisberichte von den anderen Stadtwerken.
Andreas Vogel
Andreas VogelAbteilungsleiter Netzdigitalisierung
Ich habe mitgenommen, wie wir durch bessere Datennutzung unsere Prozesse automatisieren und Ausfälle frühzeitig erkennen können.
Markus Köhler
Markus KöhlerProjektleiter Smart Infrastructure
Für uns als Versorger war es sehr wertvoll zu sehen, wie IoT-Lösungen nicht nur die Betriebseffizienz steigern, sondern gleichzeitig nachhaltigere Versorgungsmodelle ermöglichen.

Agenda

Stadtwerke stehen vor der Herausforderung, Daten von einer ständig wachsenden Zahl an Sensoren sicher, transparent und effizient zu steuern. Die Verbindung von Datahub als zentralem Datendrehkreuz mit ThingsBoard als IoT-Plattform schafft eine ganzheitliche Governance-Struktur – von der Sensorerfassung bis zur datengetriebenen Entscheidungsfindung. So behalten Stadtwerke die Kontrolle über ihre Daten und schaffen die Basis für intelligente Netze und smarte Services.

Erleben Sie, wie die Kombination aus hochpräzisen Sensoren von TOVIDERO und der leistungsstarken IoT-Plattform „IoTnova“ von it-novum neue Maßstäbe in der Umweltüberwachung setzt.
In unserem Vortrag zeigen wir praxisnah, wie Echtzeitdaten aus der Umwelt effizient erfasst, analysiert und visualisiert werden – für mehr Transparenz, schnellere Reaktionen und nachhaltige Entscheidungen. Ob im Boden, in der Luft oder im Wasser: Mit IoT-Technologie wird Umweltmonitoring smarter und zukunftssicher.

15 Minuten Pause

SWK Connect nutzt ThingsBoard als zentrale IoT-Plattform für interne Stadtwerke-Anwendungen. Im Fokus stehen zwei praxisbewährte LoRaWAN-Use Cases: die Integration und das Monitoring von Fernwärme-Messpunkten sowie Grundwasserüberwachung – inklusive Datenfluss von TTI über MQTT nach ThingsBoard, Alarmierung, Dashboards und Einbindung in bestehende Prozesse (z. B. SAP). Der Vortrag zeigt Architektur, Betrieb und messbaren Nutzen aus dem Live-Einsatz.. Der Vortrag zeigt Architektur, Betrieb und messbaren Nutzen aus dem Live-Einsatz

Durch den zunehmenden Zubau von privaten PV-Anlagen, Wallboxen, Wärmepumpen und weiteren Anlagen mit einer großen Anschlussleistung, steht das Niederspannungs-Stromnetz unter neuen Belastungen. Deshalb sind die Vermessung und Digitalisierung des Netzes notwendig. Die Regionetz nutzt Thingsboard zur Visualisierung von Niederspannungs-Messdaten aus Ortsnetzstationen. Im Vortrag anhand von Beispielen aus der Praxis gezeigt, wie Thingsboard bei der Regionetz angewendet wird und welche Erkenntnisse aus den Messdaten bereits gezogen werden konnten.

 

Event Impression

Unsere Referenten

michael deuchert anzug rund
Michael Deuchert
Head of Professionals Services
it-novum
Tim Schlitzer freigestellt rund
Tim Schlitzer
Data Scientist
it-novum
Tobias Goblirsch tovidero
Tobias Goblirsch
CEO
Tovidero
Julian Deymann rund
Julian Deymann
Teamleiter SWK Connect
Stadtwerke Krefeld
Dr Nils Sommer rund
Dr. Nils Sommer
Engineer for the digitalization of low-voltage power grids
Regionetz GmbH

FAQ zum Webinar (Häufig gestellte Fragen)

Ja, dies ist möglich, da man relativ frei in der Formatierung ist und Tabellen sowie Links eintragen kann. Man kann eine Dokumentation beim Sensor pflegen und auf bereits bestehende Dokumentationen verlinken. Viele Kunden verlinken auf ein bestehendes Dokumentenmanagementsystem, zum Beispiel wie Confluent/Jira, wobei eine automatische Verlinkung des Sensoramens zur entsprechenden URL durchgeführt wurde. 

Der Data Hub ist komplett Open Source und nutzt die Apache 2 Lizenz. Er kann somit auch im Enterprise-Umfeld mit dem Open Source Modell genutzt werden. Es werden verschiedene Betriebsmodelle angeboten, darunter Hosting im eigenen Rechenzentrum, als Managed Service auf der it-novum Cloud-plattform, oder Betrieb in den Clouds der großen oder kleinen Anbieter. Das System ist Kubernetes Ready. 

Der Data Hub bietet standardmäßig über 70 Integrationen an verschiedene gängige Datenbanken. Für ThingsBoard wurde ein Customizing Connector entwickelt. Die Aufgabe ist es, für Apps und Anwendungen, für die es noch keine Integration von der Community oder vom Data Hub gibt, eigene Connectoren zu bauen und anzubinden. Das System ist sehr offen und dafür ausgelegt, Daten über verschiedenste Schnittstellen (z.B. OpenAPI, Python, Java) zu senden. 

Ja, das Monitoring kann auf zwei Ebenen umgesetzt werden: 1. Auf der IoT-Plattform (operativ): Hier können Regeln für Alarmierungen hinterlegt werden, wenn Geräte inaktiv sind oder der Batteriestand unter einen bestimmten Wert (z. B. 10% oder 15%) fällt. Benachrichtigungen sind per E-Mail, SMS oder Messenger (z. B. Webex, Microsoft Teams) möglich. 2. Auf der Data Hub Ebene (verwaltend/Metadaten): Hier können Alerts auf die Metadaten gesetzt werden, um die Qualität oder bestimmte Schwellwerte zu prüfen, z. B. wenn Daten zu alt oder fehlerhaft sind. Wenn eine Prüfung fehlschlägt, leuchtet ein rotes Ausrufezeichen auf, sodass dies zentral gesehen werden kann. Die eigentliche Logik und Berechnung kann im Quellsystem (ThingsBoard) erfolgen, und nur die Ergebnisse werden an den Datenkatalog geschickt. 

Ja, verschiedene LoRaWAN Network-Server wie Chirpstack und TTN sowie Loriot (über MQTT) und Kafka-Systeme können im operativen System gleichzeitig angebunden werden. Die Data Lineage Funktion im Data Hub erlaubt es, auf den ersten Blick zu erkennen, woher die Daten stammen (z. B. von TTN und nicht von Chirpstack). 

Geodatensysteme wurden bereits angebunden. Der Data Hub ist offen und kann durch Customizing so gut wie alles verarbeiten. File-Systeme, Webservices wie OpenAPI-Schnittstellen sowie eine Integration für Cloud-Systeme sind standardmäßig enthalten. 

Der Ansatz liegt in der Digitalisierung der Inbetriebnahme. Dabei werden alle wichtigen Kenngrößen und Kalibrationswerte für die Sensorik vor Ort in digitaler Form aufgenommen. Die IT-Plattform sollte die Schnittstelle der Inbetriebnahme auch mit berücksichtigen. Eine Vorinbetriebnahme über die Plattform ermöglicht es, wichtige Parameter bereits in die Firmware zu geben, sodass im Feld möglicherweise nur noch das Messsystem angebracht und gestartet werden muss. Dies soll zu erheblichen Zeiteinsparungen führen. 

Die benötigte Anzahl ist in jeder Stadt unterschiedlich. Zunächst sollte die Heterogenität ermittelt werden, und es muss klar sein, welche Entscheidungen auf Basis der Daten getroffen werden sollen. Es empfiehlt sich ein iteratives Vorgehen, beginnend mit wenigen Messstationen (z. B. 2 oder 4). Fernerkundung kann helfen zu identifizieren, wo es sich überhaupt lohnt, anzufangen (wo der „Schmerz“ am größten ist). Zudem muss eine Balance zwischen dem Mehrwert der Daten und dem Wartungsaufwand gefunden werden. 

Für die Wärmemengenzählung wird ein Modul von Elvaco genutzt. Dieses Modul gilt als gängig und ist für verschiedene Hersteller (z.B. KamstrupLandis+Gyr) geeignet. Die Module sind batteriebetrieben, aber nachrüstbar für Zähler, die in den letzten 6–7 Jahren verbaut wurden. Elvaco bietet diese Steckkarten für LoRaWAN, NB-IoT, M-Bus und BACnet an. Für den Grundwasserpegelstand werden eine Sonde und der Logger der Firma SEBA aus Stuttgart verwendet. 

Es werden Thermostate der Firma dnt eingesetzt (gehören zum Homematic-Konzern). Diese Geräte sind batteriebetrieben. Ausschlaggebend für die Wahl war, dass LoRaWAN-Profile auf die Geräte geschickt werden können. Dies erlaubt die Steuerung (Absenken/Hochfahren) der Thermostate, ohne dass eine dauerhafte LoRaWAN-Verbindung nötig ist, was ein wichtiges Sicherheitsmerkmal ist, falls das LoRaWAN-Netz ausfällt. 

Die Stadt nutzt eine Mobilfunkvariante und einen People Counter von Milesight, der über Wärmebild Bewegungen erfasst. Das Milesight-Gerät wurde getestet und hängt derzeit in einem Einkaufszentrum. 

Die Strategie basierte darauf, die Standorte der primären Use Cases (Grundwasser, Fernwärme) zu berücksichtigen. Das Gateway-Netz wurde anhand der Standorte der möglichen Sensoren ausgebaut. Mit knapp 40 oberirdischen Gateways in Krefeld wird fast überall Empfang erreicht. Für die letzten 15–20 % der Fernwärmezähler muss über externe Antennen nachgedacht werden. 

Ja, perspektivisch ist dies geplant. Wenn das System skaliert und für externe Kunden ausgerollt wird, ist die dauerhafte Steuerung nötig, da die Profil-Lösung zwar sicher, aber aufwendig bei ständigen Anpassungen ist. 

Geplant ist, einen Export aus Smallworld zu erstellen, der dann im ThingsBoard automatisiert eingelesen werden kann. Parallel nutzt Regionetz für verschiedene Anwendungen ein LoRaWAN-Asset-System, in welches die Geoinformationsinformationen reingespiegelt werden und API-Schnittstellen bereitgestellt werden, worüber die Informationen perspektivisch bezogen werden. 

Geplant ist, einen Export aus Smallworld zu erstellen, der dann im ThingsBoard automatisiert eingelesen werden kann. Parallel nutzt Regionetz für verschiedene Anwendungen ein LoRaWAN-Asset-System, in welches die Geoinformationsinformationen reingespiegelt werden und API-Schnittstellen bereitgestellt werden, worüber die Informationen perspektivisch bezogen werden. 

Aktuell werden die Alarme im ThingsBoard für einfache Messwertüberschreitungen genutzt. Es wird daran gearbeitet, Verknüpfungen zwischen Messwerten (z. B. Schaltzustand und fließender Strom) im ThingsBoard darzustellen. Es werden Anforderungen im Unternehmen gesammelt. Wenn sich KI als gute und interessante Lösung erweist, wird diese sicherlich verwendet. 

Die neuen digitalen Werte führen zu Veränderungen und Optimierungen in mehreren Bereichen:  

  1. Asset Management: Die Messdaten ersetzen die Schleppzeiger zur Bewertung der Betriebsmittelauslastung. 
  2. Netzbetrieb: Es besteht großes Interesse an der Schaltzustandsplausibilisierung, um Widersprüche festzustellen (z. B. Abgang als „aus“ deklariert, aber Ströme fließen).  
  3. Netzleitstelle (Hoch- und Mittelspannung): Zugriff auf Dashboards wird aufgebaut, um die Plausibilisierung der Messwerte zwischen Mittelspannung (in den Trafo) und Niederspannung (aus dem Trafo) zu prüfen. Dadurch konnten bereits falsch angeschlossene Wandler festgestellt werden. 

Über it-novum

it-novum ist Teil der börsennotierten Allgeier SE mit 3500 Mitarbeitern und 44 Standorten weltweit. Als führendes IT-Beratungsunternehmen für Business Open Source umfasst das Portfolio Lösungen für Big Data Analytics und IoT.
Wir implementieren kundenindividuelle Lösungen für Datenintegration, Data Analytics und IoT – z.B. für Bundespolizei, Wiener Wohnen, Deutsche See. Dazu nutzen wir führende Technologien, wie von Hitachi Vantara (Pentaho), Apache Hop, ThingsBoard oder Jedox.

Teilnehmerinformation

Bitte beachten: Die kostenlose Veranstaltung richtet sich an Fachanwender aus Unternehmen, die sich mit Big Data Analytics und Datenintegration beschäftigen. Wenn du Mitarbeiter eines IT-Beratungsunternehmens, Lösungs-, Software- oder Technologieanbieters bist und teilnehmen möchtest, erheben wir eine Teilnehmergebühr von 450€. Nimm zur gebührenpflichtigen Anmeldung bitte Kontakt mit uns auf per E-Mail.